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Das Bedingungslose Grundeinkommen

Ein “neues Verhältnis zur Arbeit”?  Was will es erreichen?

2500 Franken „bedingungslos“?! Das klingt attraktiv. Warum? Weil praktisch jeder Bedarf der Leute nach Versorgung und Freizeit von den „Bedingungen“ abhängig ist, die die „Wirtschaft“ setzt. Und die sind oft prekär, weil zwar alle Lohnabhängigen ein Einkommen brauchen, für die Unternehmen aber der Lohn ein Abzug vom Gewinn ist. Deswegen nutzen die Unternehmen den „technologischen Fortschritt“ dafür, die Lohnkosten ihrer Belegschaft zu senken, und Arbeitsplätze einzusparen. Und das hat verrückte Folgen: „Die Menschen müssen arbeiten, weil ihr Einkommen allein vom Arbeitsplatz abhängt, sie finden jedoch immer weniger Arbeit.“ (grundeinkommen.ch)

Also meint auch die Initiative, dass die im Kapitalismus verbreitete Einkommenslosigkeit nicht Ausdruck eines gesellschaftlichen Mangels an Gütern ist, sondern dass den Einkommenslosen immenser Reichtum gegenübersteht. Aber warum kommen die meisten immer weniger da dran, obwohl „die Schweiz wohlhabend und die Wirtschaft leistungsfähig“ ist? Warum führt der „technologische Fortschritt“ nicht einfach zu mehr Freizeit und Gütern für alle sondern zu einem steigenden „Lebensrisiko“? An solche Fragen will die Initiative nicht denken, schon gar nicht dran rühren. Den gewaltigen Reichtum im Kapitalismus begrüsst sie vielmehr als „Möglichkeit“, ein wenig Geld davon „bedingungslos“ abzugeben. Warum so eine Notlösung als Dauerlösung?

Und: Wieso muss auch das bedingungslose Grundeinkommen knapp bemessen sein? Es soll so hoch sein, dass einen die Armut nicht erdrückt, aber so niedrig, dass die Leute den „Anreiz, arbeiten zu gehen“ nicht verlieren. Dass man die Menschen mit Geldmangel zur Arbeit erpressen muss, daran leuchtet auch den Initianten etwas ein. Dabei könnte man auch mal fragen: Was ist das für eine Arbeit im Kapitalismus, zu der man die Arbeitenden erpressen muss?

Letztendlich soll das Grundeinkommen die Leute sowieso nicht möglichst gut am kapitalistischen Reichtum beteiligen, sondern es soll ihnen ihre Arbeit im Kapitalismus wieder etwas schmackhafter machen: „Erst wenn für das Einkommen gesorgt ist, kann man sich ganz auf die Arbeit konzentrieren.“ So entsteht angeblich mehr „Sinnfindung“ und weniger „Missmut“. Die Leute sollen also ihren Dienst ausgerechnet in der Wirtschaft „motivierter“ verrichten können, von der sie so wenig zu erwarten haben…

Hier gibt es den Vortrag zum Nachhören:

Teil 1
Teil 2
Teil 3

 


Vortrag zum Thema Flüchtlinge

Ja, auch Angela Merkel findet die rechten Parolen in Heidenau „abstossend“. Aber wo liegt genau der Unterschied zwischen der Parole „Ausländer raus!“ und einer „rechtmässigen Ausschaffung in ein sicheres Herkunftsland“? Beide haben zumindest den gemeinsamen Grundsatz: Eigentlich gehören die Flüchtlinge hier nicht hin! Der Unterschied zum „rechten Pack“ ist: Wenn sich die flüchtigen AusländerInnen einmal zur „Festung Europa“ durchgekämpft haben, dann bekommen sie von einem „menschlichen“ Europa „humanitäre Hilfe“ und ein menschenwürdiges Asylverfahren.

Ja, die europäische Flüchtlingspolitik ist im Groben und Ganzen menschenwürdig und nicht menschenverachtend. Das heisst, die meisten Flüchtlinge an den europäischen Grenzen werden schon nicht ertrinken oder verhungern. Ihre Fleischwunden vom Nato-Draht werden versorgt. Aber was kommt dann? Ein menschenwürdiges Asylverfahren, was prüft: Wo soll der Mensch hin, der nirgendwo willkommen ist? Zurück in sein Herkunftsland, das eh genügend „Fluchtgründe“ bereithält? Oder darf er sich sogar als „anerkannter“ Flüchtling hier aufhalten?

Dann bekommen die Flüchtlinge vielleicht sogar die Freiheit, sich bei unserem „menschenfreundlichen“ Arbeitsmarkt hinten anzustellen. Dann dürfen sie sich mit den deutschen, spanischen oder griechischen Arbeitslosen um Billiglohnjobs streiten. Und damit machen die ‘refugees’ die Erfahrung, dass der Kapitalismus auf der ganzen Welt, also auch im „reichen“ Westen, jede Menge „Überbevölkerung“ produziert hat: Menschen die auch hier als „Prekariat“, „Langzeitarbeitslose“ oder als „verlorene Generation“ kapitalistisch abgeschrieben sind, und deswegen auch hier am Existenzlimit leben. Für dieses globale Elend braucht es wirklich nicht erst Kriege oder „Willkürherrschaft“ in so genannten „Krisenregionen“.

Eine wirklich zielführende Solidarität mit den Flüchtlingen kommt um eine Frage nicht herum: Was sind das überhaupt für politische und wirtschaftliche Verhältnisse, die auf der ganzen Welt Millionen Menschen zu Menschenmüll erklären? Stattdessen endet die Solidarität meistens mit der humanitären Nothilfe, die den Status „Flüchtling“ überhaupt nicht hinterfragt. „Und ich freue mich, dass die übergroße Mehrzahl der Menschen dies auch genauso tut.“ (Merkel) Und mehr nicht. Leider.

Der Vortrag unter dem Titel “Die Katastrophe, ein Flüchtling zu sein: kapitalistisch unbrauchbar, global überflüssig, human betreut”, gibt es hier zum Nachhören:

Teil 1
Teil 2

flucht

 


Warum wir “unser” Land nicht lieben

Eine Broschüre gegen Nation und Nationalismus mit einem Beitrag von Überzeit.

Hier gibt es die Broschüre als PDF.


Das Geld und seine Alternativen:

So (a)sozial wie der Warentausch und der Markt es sind.

Gesundheit darf keine Ware sein!“ „Bildung…“, „Wohnraum…“ „Nahrungsmittel…“ usw. Wenn ein wichtiges Gut zur Ware wird, einen Preis bekommt und Geld kostet, dann fürchten viele, dass nicht mehr die Versorgung der Leute im Vordergrund steht, sondern dies zu Ausschluss und Unterversorgung führt. Warum?
Das Geld organisiert die Verteilung der Güter.“ Nur: Warum gibt es dann Überproduktion neben Hunger und Armut?

Das Geld vermittelt eine effiziente Arbeitsteilung.“
Nur: Warum gibt es dann Arbeitslosigkeit neben Überarbeit?

Also: Was genau ist so ‘gefährlich’, wenn Güter zu Waren werden? Was bewertet das Geld so gnadenlos, wenn es der Ware und der Arbeit einen „Wert“ gibt? Warum hat das so fatale Folgen für die Güterversorgung und für die gesellschaftliche Arbeitsteilung? Und hilft dann ein alternatives Geld?

Das Referat zum Thema Geld, welches im Rahmen der Tour de Lorraine zu hören war, gibt es auf Youtube zum Nachhören:

Teil 1
Teil 2


Plakate zu Ecopop und Ökologie

Überbevölkerung?

Umweltzerstörer “Mensch”?

Knappe Ressourcen?

Eine Milliarde Hungernde…

 


FAQ als Broschüre

 


FAQ als PDF

FAQ als PDF