Texte

ÜBER ZEITung

#6: “Je suis Paris”: Erbarmungslose Kriegsmacht vs. fanatische Terrorkrieger

Dass in Paris mehr als 120 Menschen bei 5 IS-Terroranschlägen starben, ist schlimm. Dass das Franzosen waren, macht es nicht schlimmer. Für die Betroffenheit der westlichen Öffentlichkeit ist das aber gerade sehr entscheidend: Hier wurden nicht einfach Menschen getötet, sondern ein verbündetes Volk angegriffen… weiterlesen

#5: Terrorismus in der Stadt Bern: Die EU stellt unsere Polizei unter Terrorverdacht!

EU-Terrorismusdefinition:
“Erstens muss eine systematische Androhung oder Anwendung von Gewalt vorliegen,” weiterlesen

#4: Noch ein Argument gegen den Kapitalismus: „Kaufen für die Müllhalde ist gut für die Konjunktur“ (Bund, 16.11.2014)

1. Da soll nochmal einer behaupten, dass das kapitalistische Wachstum dem Konsum und den Verbraucher*innen dient. Es ist genau umgekehrt: „Konsum ist eine wichtige Wachstumsstütze.“ D.h., auch wenn alle Konsumenten total ‘satt’ sind, und nichts mehr brauchen, dann gilt nicht einfach: Schön, dann wird halt weniger gearbeitet. Nein, gerade dann bekommt die Wirtschaft ein Problem! … weiterlesen

#3: Wenn die Weltgemeinschaft humanitär wird: Zu viele Ebola-Opfer stören jetzt doch! – den Weltfrieden.

US-Präsident Obama geht ,mit gutem Beispiel voran’ und meint jetzt auf einmal: Die Ebola-Epidemie „… gerät außer Kontrolle. Es wird schlimmer. Sie breitet sich schneller und exponentiell aus. Heute sind Tausende Menschen in Westafrika infiziert. Diese Zahl kann rasch auf Zehntausende anwachsen. Wir müssen schnell handeln, wir dürfen nicht trödeln.“… weiterlesen

#2: „Im Kampf gegen Ebola“
Menschenleben müssen „lukrativ“ sein, sonst wird einfach gestorben.

Fassungslos stellt die Süddeutsche Zeitung fest: „Ebola ist keineswegs ein unbekannter Keim, der gerade eben aus dem Urwald gesprungen ist. Virologen kennen ihn seit 40 Jahren. Es gibt Mittel dagegen – doch die sind aus Kostengründen nicht ausreichend erforscht und zugelassen… weiterlesen

#1: Ein scheiss Leben in Thun oder Gewaltexzesse in Nigeria:
Was brauchen dann die Leute? „Positive Nachrichten“ vom Fussball!

Thun:

„Um Hupkonzerte während der WM zu verhindern, erlässt Thun ein nächtliches Fahrverbot … Ein Leser meint frustriert: ‘Und hiermit nimmt man den Thunern, die es eh schon schwer haben, noch das letzte Stück Lebensfreude“ weiterlesen

Kolumne Überstunde

Was ist schweizerisch?
erschienen am 25. Januar 2017 in der Bärner Studizytig

Der Schweiz fehle es an einem Verständnis für das gemeinsame gesellschaftliche Fundament, findet CVP Nationalrat Müller-Altermatt und schlägt eine Volksbefragung vor. Das ist schon irre: Seit ca. 150 Jahren gibt es die Schweizer Nation und niemand weiss angeblich genau, warum «wir» zusammen sind… weiterlesen

Ecopop und Ökologie

Was will Ecopop?
Die Logik von Ecopop ist so dumm wie gemein: Würde man die Menschen der dritten Welt mehr verhüten lassen, dann liesse sich damit viel persönliches Elend vermeiden, und langfristig tun wir der Erde und uns allen einen grossen Gefallen.“* Denn: Die rasant wachsende Weltbevölkerung mit ihren steigenden Ansprüchen verdrängt… weiterlesen

I. Der Grundfehler der Öko-Bewegungen: „Mensch“ vs. „Natur“
Die verschwenderische Ressourcenwirtschaft, Regenwaldvernichtung, gequälte Tiere, vergiftete Flüsse und verpestete Luft – all das lässt kaum eine/n mehr kalt. Der eigene gesundheitliche Schaden oder auch das Mitleid mit Mensch und Tier, die von der globalen Umweltzerstörung betroffen sind, verlangen jedoch unbedingt eine richtige Kritik… weiterlesen

II. Die „Umwelt“ im Kapitalismus: Geschäft vs. natürliche Lebensbedingungen
Wäre die Wirtschaft einfach für die Produktion von Konsumgütern zuständig, dann wäre die Lebensqualität der Arbeitnehmer*innen und Konsument*innen genauso ein Ziel der Produktion wie der Erhalt der Lebensgrundlage Natur: Ob als natürliche Produktionsvoraussetzung, als lebenswerte Umwelt… weiterlesen

III. Von der Ökologie total vernachlässigt: Der ‘Raubbau’ an der Lohnarbeiter-Natur
Der Kapitalismus zerstört systematisch die natürlichen Lebensgrundlagen der Weltbevölkerung – was schon für sich keine feine Dienstleistung an den Leuten ist, die in ihm leben. Die Ökologie macht daraus einen Appell an „den Menschen“, dass er gegen die Natur verstossen würde. Nach Ecopop sollten sich deshalb Einige mit weniger Verbrauch… weiterlesen

IV. Die falsche Armutsanalyse von Ecopop: Mit Kondomen zu Wohlstand
Die „Ecopop“ Initiative will nicht nur die Bevölkerungsanzahl in der Schweiz reduzieren, sondern möchte weltweit auf die Geburtenrate Einfluss nehmen. Dazu möchte das Initiativkomitee, dass „der Bund (…) mindestens 10 Prozent seiner in die internationale Entwicklungszusammenarbeit fliessenden Mittel in Massnahmen zur Förderung… weiterlesen

Masseneinwanderungsinitiative

Einige Anmerkungen zur Annahme der Masseneinwanderungsinitiative
Für einige scheint es unerklärlich, wie eine Mehrheit der stimmabgebenden Stimmbe­rechtigten ein Ja zur Masseneinwanderungsinitiative in die Urne legen konnte, andere deuten dies als Ausdruck des Rassismus in der Schweizer Bevölkerung… weiterlesen

Zur Konkurrenz der Arbeiter
Zu viele Menschen, die arbeiten wollen, sind hier und heute nicht etwa ein Grund zum Jubeln. Es wird auch nicht zum Anlass genommen, die vorhandene Arbeit aufzuteilen und den Menschen mehr Freizeit zu ermöglichen. Nein, es ist leider ein Grund, Angst zu haben, dass man seine Einkommensquelle verliert oder erst gar keine bekommt… weiterlesen

Belastete Sozialwerke und Arbeitslosigkeit: Ergebnis der kapitalistischen Konkurrenz!
Die SVP und das Initiativkomitee der Masseneinwanderungsinitiative präsentieren als Ursprung der Überlastung einiger Sozialwerke und der zunehmenden Arbeitslosigkeit – wieder einmal – die Ausländerinnen und Ausländer. Dies ist weiter nicht erstaunlich, die ganze politische Rechte lebt davon andere als Sündenböcke für eine schlechte wirtschaftliche Situation verantwortlich zu machen… weiterlesen

“Ausländer verstopfen die Züge” – warum eigentlich?
Wie borniert der Blick von Rassisten ist, lässt sich besonders einfach an deren „Argumentation“ aufzeigen, in der sie Ausländer für Platzmangel und Umweltzerstörung verantwortlich machen… weiterlesen

Diverse Texte

K(l)assensturz: Die Schweiz im Härtetest! Warum wir unser Land nicht lieben (1)
Am Nationalfeiertag wird die Schweiz unhinterfragt gefeiert – unabhängig davon, was man gerade von ihr hat. Doch wenigstens einmal im Jahr wäre es angebracht, nicht nur die Versicherung, sondern auch die eigene Nation auf den Prüfstand zu stellen: Was gibt es eigentlich am 1. August zu feiern? Was bringt uns die Nation? Viele Schweizer*innen verbinden mit „ihrer“ Nation den hohen Wohlstand. Also schauen wir uns das an: Was haben wir in diesem Jahr überhaupt von unserem “Wohlstand”? weiterlesen

Die Kosten eines Fussballfestes (WM 2014):
„Repressionen, Vertreibung, Staatsverschuldung“ in Brasilien – Wofür?

Eins ist klar: Für ein gut organisiertes Kicker-Turnier, das für einige Sportliebhaber ausgetragen wird, die sich gerne tolle Kombinationen, Dribblings u.ä. anschauen – dafür lässt der Gastgeber Brasilien die menschlichen wie finanziellen Opfer nicht anfallen… weiterlesen

Einige Anmerkungen zum Spar-Streik in Dättwil
Gewerkschaften vertreten die Interessen der Arbeiter im kapitalistischen System. Das ist hart – denn die Rolle, die den Arbeitern im Kapitalismus zukommt, ist sich für Lohn zu verausgaben, um fremdes Eigentum zu vermehren. Sie sind darauf angewiesen, ihre Arbeitskraft verkaufen zu können, weil sie kein anderes Eigentum haben, dass sie als Einkommensquelle dauerhaft zu Geld machen können… weiterlesen