Mein Arbeitgeber ist doch ein guter Kerl, behandelt mich anständig und sorgt dafür, dass ich mich an meinem Arbeitsplatz wohl fühle?

Die Arbeitgeber sind in der Regel daran interessiert, dass wir Arbeiter motiviert sind und gerne arbeiten. Dies jedoch nicht aus purer Menschenliebe, sondern weil sie sich dadurch produktivere Arbeiter versprechen. Der Zweck jeder kapitalistischen Produktion ist es, Gewinn zu machen. Bei Veränderungen am Arbeitsplatz steht nicht das Wohl der Arbeiter im Vordergrund, sondern der Profit.

Erfolgreiche Konzerne wie Google stellen beispielsweise ihren Arbeitern längst Fitnessräume, kostenloses Essen und Zeit für eigene Projekte während der Arbeitszeit zur Verfügung. Was wie eine unnötige, edle Geste aussieht, stellt sich als profitsteigernde Strategie heraus. Google kann in der Konkurrenz mit Fachkräften punkten und Mitarbeiter an sich binden. Pausen und Fitness steigern zudem die Effizienz in kopflastigen Jobs.

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