Den Menschen in Afrika geht es noch viel schlechter. Da müssen wir doch froh sein, dass bei uns niemand verhungert?

Es ist ziemlich zynisch, in einer Welt, in der es eine enorme Überproduktion an Nahrungsmitteln gibt, zu postulieren, man solle froh sein, dass man nicht verhungert. Dass es vielen Menschen in Afrika und weiteren Kontinenten so schlecht geht, ist eine unsägliche Tragödie. Während Tag für Tag zehntausen- de von Menschen verhungern, werden anderswo Berge von Nahrungsmittel weggeworfen oder zu Biodisel verarbeitet. Es gibt nicht zu wenig Nahrung für die Menschen in Afrika, sondern die Erzeugung und Verteilung der im Überfluss produzierten Nahrung unterliegt der kapitalistischen Logik. Die Menschen in Afrika haben zwar das Bedürfnis nach Nahrung, jedoch nicht das Geld, diese zu bezahlen, um so dieses Bedürfnis zu befriedigen. Weil sich das Kapital nicht nach Bedürfnissen richtet, müssen diese Menschen verhungern!

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